Im Nachgang unserer am 30.10.2020 durchgeführten Online-Veranstaltung, die in Kooperation mit dem DFB für die neu gegründeten Anlaufstellen „Diskriminierung und Gewalt“ konzipiert und durchgeführt wurde, stand vor wenigen Tagen der weitere Austausch mit den Anlaufstellen für Diskriminierung und Gewalt (DFB) im Zeichen einer langfristigen Partnerschaft auf der Agenda. Im Zentrum des Ende Oktober durchgeführten Online-Seminars „Antisemitismus im Fußball“ stand die fachliche Schulung hinsichtlich Erscheinungsformen, Funktionsweisen und Facetten des Antisemitismus im Fußball, dar. Dabei durfte das Expertenteam von MAKKABI sowohl die inhaltliche als auch strukturelle Organisation federführend übernehmen. Neben den Facetten und Funktionsweisen wurden aber auch mögliche Handlungsoptionen mit auf den Weg gegeben, die durch „best & worst practice“ – Beispiele, flankiert wurden. Die Kernaufgaben der Anlaufstellen beziehen sich auf die Erfassung und Nachbereitung bekannt gewordener Diskriminierungsfälle. Dabei stützen sie sich auf ein Netzwerk von Experteninstitutionen verschiedenster Fachrichtungen.

Damit dieser konstruktive Austausch auch weiterhin an Substanz und Form gewinnt, konnte man sich schnell auf weitere Formate in Form wiederkehrender “Roundtables“ einigen. Ziel dessen ist nicht nur der Ausbau eines partnerschaftlichen Dialogs, sondern vor allem die Optimierung der Prozesskette bei antisemitischen Vorfällen im Fußball. Die Gesprächspartner:innen signalisierten Bedarfe unterschiedlichster Richtungen, besonders jedoch hinsichtlich einer Optimierung der Meldekette, sowie Interesse an verbindlichen Schulungen z.B. im Rahmen von Lizensierungen der Trainer:innen im Vereinssport. Zudem müssen Betroffene von antisemitischen und diskriminierenden Handlungen im Fußball durch eine bessere Sichtbarmachung der Anlaufstellen unmittelbare Ansprechpartner:innen zur Seite gestellt bekommen.

Der Grundtenor des Gesprächskreises machte deutlich, dass vor allem eins im Vordergrund steht: Die Betroffenen müssen wieder Vertrauen in die Institutionen gewinnen und sich geschützt fühlen. Damit dieses Unwohlsein erst gar keinen Nährboden findet, arbeiten wir mit Weitsicht und unter hoher Intensität an präventiven Maßnahmen, damit jeder Sporttreibende selbstbestimmt und ohne Angst seinem Sport nachgehen kann. Wechselseitige Dialogbereitschaft ist dabei unerlässlich.

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