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Antira Workshops
Antirassismus im deutschen Sport
Der organisierte Fußball in Deutschland umfasst rund 8 Millionen Mitgliedschaften und etwa 24.000 Vereine und spiegelt damit die Vielfalt unserer Gesellschaft wider. Täglich bietet er Millionen von Menschen Raum für Bewegung, Begegnung und ehrenamtliches Engagement. Gleichzeitig zeigen sich im Fußball jedoch auch gesellschaftliche Probleme: Ausgrenzung, Hass und Diskriminierung sind im Sport nach wie vor präsent. Rassistische Vorfälle und Einstellungen stellen eher die Regel als die Ausnahme dar.
Die Problemlage
Umfangreiche Studien (z.B. Die distanzierte Mitte, Mapping Discrimination in Europe through a Field Experiment in Amateur Sport, Racist Stacking im deutschen Spitzensport und Rassismus im Fußball) quantifizieren dieses Problem und heben unter anderem hervor:
- Mehr als die Hälfte der befragten Fans geben an, dass sie Rassismus sowohl im Amateur- (51 Prozent), als auch im Profibereich (58 Prozent) als sehr präsent empfinden.
- Jede*r zweite Fan sieht den Einsatz der Verbände im Kampf gegen Rassismus als nicht ausreichend an
- Personen mit einem “ausländisch“ klingenden Namen erhalten nur in der Hälfte aller Anfragen eine Einladung zu einem Probetraining
- Fußballvereinsmitglieder vertreten statistisch häufiger rassistische Einstellungen als befragte Mitglieder anderer Sportvereine und Befragte ohne Sportvereinsmitgliedschaft
- Analysen zeigen deutlich, dass auf Positionen, die mit Körperlichkeit, Aggressivität und Schnelligkeit assoziiert werden, Schwarze Spieler überrepräsentiert sind
- BPOC (Black and People of Color) besetzen weniger als 5 Prozent der Entscheider*innenpositionen (z.B. Trainer*in/ Management / Vorstand)
Mehr als die Hälfte der befragten Fans geben an, dass sie Rassismus sowohl im Amateur- (51 Prozent), als auch im Profibereich (58 Prozent) als sehr präsent empfinden.
Jede*r zweite Fan sieht den Einsatz der Verbände im Kampf gegen Rassismus als nicht ausreichend an.
Personen mit einem „ausländisch“ klingenden Namen erhalten nur in der Hälfte aller Anfragen eine Einladung zu einem Probetraining.
Fußballvereinsmitglieder vertreten statistisch häufiger rassistische Einstellungen als befragte Mitglieder anderer Sportvereine und Befragte ohne Sportvereinsmitgliedschaft.
Analysen zeigen deutlich, dass auf Positionen, die mit Körperlichkeit, Aggressivität und Schnelligkeit assoziiert werden, Schwarze Spieler überrepräsentiert sind.
BPOC (Black and People of Color) besetzen weniger als 5 Prozent der Entscheider*innenpositionen (z. B. Trainer*in / Management / Vorstand).
Kooperationsprojekt
Die Pilotphase des Projekt „Antirassismus im deutschen Fußball“ von Zusammen1 in Kooperation mit dem DFB lief von 2024 bis 2025 und hatte das Ziel, Rassismus in unserer Gesellschaft sowie in Vereins- und Verbandsstrukturen sichtbar zu machen. Wir müssen die Ursprünge diskriminierender Bilder verstehen und erkennen, dass wir selbst Teil rassistischer Strukturen sein können. Erst dann sind wir in der Lage, angemessen mit Rassismus umzugehen und Betroffene zu unterstützen. Auf diese Weise können wir langfristig zu seiner Überwindung beitragen.
Was hat das Projekt gemacht?
Das Angebot umfasste ein vielfältiges Programm aus pädagogischen Trainings, Workshops in unterschiedlichen Zeitformaten sowie weiterführenden Vertiefungsmodulen. Die Formate waren flexibel konzipiert und konnten je nach Bedarf und Zielgruppe angepasst werden. Sie boten praxisnahe Ansätze, um Wissen zu vermitteln, Reflexionsprozesse anzuregen und Handlungskompetenzen im Umgang mit Diskriminierung, Rassismus und gesellschaftlicher Vielfalt zu stärken.
Das Angebot richtete sich an alle im organisierten Sport aktiven Personen, insbesondere an Trainer*innen, Schiedsrichter*innen, Sportrichter*innen und Spieler*innen. Ziel war es, allen Beteiligten Raum für Austausch, Sensibilisierung und persönliche Weiterentwicklung zu geben, um eine offene, respektvolle und diskriminierungssensible Sportkultur nachhaltig zu fördern.